Modellanbieter
z. B. Anthropic, OpenAI, Google
Entwickelt das Sprachmodell. Bietet es oft auch selbst an, als Chat-App für alle und als Schnittstelle für Entwickler.
Moderne Sprachmodelle lassen sich mit Verarbeitung in der EU nutzen. Ob das für Ihre Daten passt, hängt weniger vom Modell ab als vom Weg dorthin: welcher Anbieter, welcher Vertrag, welche Einstellungen. Hier steht, worauf es ankommt, aus technischer Sicht.
Technische Sicht, keine Rechtsberatung. Die rechtliche Bewertung bleibt bei Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Anwalt.
Kundenservice-Assistent
Anwendung: Frankfurt · Modell: Inferenzanbieter, EU
Die Einstellung steckt im Server, nicht in einer Empfehlung an das Team. Was nicht erlaubt ist, kommt gar nicht erst an.
Zwei Begriffe
Claude kommt von Anthropic, lässt sich aber auch über Amazon Bedrock oder Google Cloud nutzen. Für den Datenschutz zählt vor allem, über welchen Weg und unter welchem Vertrag.
z. B. Anthropic, OpenAI, Google
Entwickelt das Sprachmodell. Bietet es oft auch selbst an, als Chat-App für alle und als Schnittstelle für Entwickler.
z. B. Google Cloud, Amazon Bedrock, Microsoft Foundry
Betreibt das Modell in seinen Rechenzentren. Mit ihm schließen Sie den Vertrag, und er bestimmt, wo gerechnet und was gespeichert wird.
Gleiches Modell, anderer Weg, andere Regeln: Chat-App, kostenloser Entwicklerzugang und Unternehmens-Cloud unterscheiden sich bei Training, Speicherung und Vertrag erheblich.
Verbreitete Annahmen
Vier Annahmen, die in fast jedem ersten Gespräch auftauchen.
Datenschutzkonform geht nur in Deutschland.
Die DSGVO gilt in allen EU-Staaten gleich und untersagt, den Datenverkehr innerhalb der EU einzuschränken (Art. 1 Abs. 3 DSGVO). Für Norwegen, Island und Liechtenstein gilt sie ebenso. Strengere Ortsvorgaben können einzelne Fachgesetze machen, etwa für Sozial- und Gesundheitsdaten.
„Gehostet in Deutschland“ heißt: Die KI rechnet in Deutschland.
Oft bezieht sich das nur auf die Plattform, also Anwendung und Datenbank. Wo das Sprachmodell rechnet, steht in der Liste der Unterauftragsverarbeiter.
Kein Training heißt: keine Speicherung.
Viele Anbieter speichern Anfragen trotzdem eine Zeit lang, um Missbrauch zu erkennen, teils mit Prüfung durch Mitarbeitende. Abschalten lässt sich das meist nur auf Antrag oder mit bestimmten Verträgen.
EU-Region gewählt, also bleibt alles in der EU.
Neue Modelle starten oft zuerst nur „global“. „EU“ kann je nach Anbieter auch Staaten wie die Schweiz einschließen. Und Zusatzfunktionen wie die Websuche haben eigene Regeln zu Ort und Speicherung.
Drei Wege zum Modell
Welcher passt, hängt von Ihren Daten, Ihrer bestehenden Cloud und den Modellen ab, die Sie brauchen. Oft ist es eine Kombination.
Stärken
Google Cloud, Amazon Bedrock oder Microsoft Foundry: Verarbeitung in der EU wählbar, Auftragsverarbeitungsvertrag, Anbindung an Ihre bestehende Cloud.
Worauf achten
EU-Endpunkt erzwingen statt nur auswählen. Speicherung und Prüfung unterscheiden sich je Modell, und die Nutzungsregeln setzen Grenzen, bei Google etwa für Angebote, die sich an Minderjährige richten oder die sie voraussichtlich nutzen.
Stärken
Neue Modelle und Funktionen sind meist hier zuerst verfügbar, ohne Umweg über eine Cloud.
Worauf achten
Verarbeitung in der EU bietet nicht jeder Modellanbieter an, und wo es sie gibt, oft nur mit Zusatzvereinbarung. Ohne Speicherung beim Anbieter (Zero Data Retention) meist erst nach Freigabe.
Stärken
Offene Modelle auf eigener Hardware oder in einer Confidential-GPU-VM: Keine Daten gehen an Dritte.
Worauf achten
Die Qualität liegt unter den stärksten Cloud-Modellen, und Betrieb und Updates brauchen jemanden, der sich kümmert. Mehr zu Confidential Computing.
Konkrete Angaben je Anbieter, etwa Speicherfristen, Regionen oder welche Modelle in der EU verfügbar sind, ändern sich laufend. Deshalb stehen sie nicht hier, sondern in Ihrer Entscheidungsvorlage, geprüft zum Projektstart.
Datensparsamkeit
Viele Lösungen geben dem Modell einen fertigen Text und filtern personenbezogene Daten heraus. Was der Filter übersieht, erreicht das Modell. Ich lege schon beim Auslesen fest, welche Felder das Modell bekommt.
Was der Server nicht ausliest, kann kein Filter übersehen. Für Freitext, den Nutzer selbst eingeben, gibt es zusätzlich den PII-Filter.
Auftrag im Seitenkontext
Kommt später ein Feld dazu, dann gezielt: wenn die Frage es erfordert und der Nutzer es sehen darf.
Für Ihren Datenschutzbeauftragten
Die rechtliche Bewertung liegt bei Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Anwalt. Damit sie auf festem Grund steht, liefere ich die technischen Fakten.
Stand Oktober 2026. Technische Sicht, keine Rechtsberatung; ersetzt nicht die Prüfung durch Ihren Datenschutzbeauftragten oder einen Rechtsanwalt.
Entscheidungsvorlage
Am Anfang jedes KI-Projekts steht eine kurze Entscheidungsvorlage für Geschäftsführung und Datenschutzbeauftragten. Sie zeigt, wie die Lösung gebaut ist und was noch zu entscheiden ist.
Welche Systeme beteiligt sind und welcher Weg zum Modell führt, als ein Bild auf einer Seite.
Feld für Feld: was heute ans Modell geht, was später dazukommen soll und was nie.
Optionen mit Verarbeitungsort, Speicherung und Kosten, mit aktuellem Stand und Quellen.
Offene Punkte mit Empfehlung, damit Geschäftsführung und Datenschutzbeauftragter gezielt entscheiden können.
Weitere KI-Themen
Die Bausteine lassen sich einzeln einsetzen und kombinieren.
Kontakt
Ein fertiger Projektplan ist nicht nötig. Schildern Sie kurz, was Sie beschäftigt – gemeinsam klären wir, wo KI und Software für Sie einen echten Unterschied machen.
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Ich arbeite remote mit Ihnen zusammen, egal wo Ihr Unternehmen sitzt. Vor Ort bin ich vor allem in der Region Nürnberg/Regensburg und rund um Amberg, bei Bedarf auch darüber hinaus.